Svadhyaya im Yogasutra: Selbststudium als spirituelle Praxis
Du liest einen Satz über innere Freiheit – und am Nachmittag ärgerst du dich wieder über irgendeine Kleinigkeit. Du merkst vielleicht gleich: Hier passen die Worte nicht zu meinem Verhalten. Stellst dir die Frage: Wie kann aus dem Gelesenen gelebter Yoga werden? Svadhyaya bedeutet im klassischen Yoga vor allem das Studium befreiungsbezogener Schriften und die Rezitation heiliger Worte sowie Studium und die Beobachtung des eigenen Selbst. Patanjali ordnet diese Praxis in einen Weg ein, der den Geist klärt und zur …
Beitrag lesen: Svadhyaya im Yogasutra: Selbststudium als spirituelle Praxis
Ist im Yoga alles leidvoll? Duhkha ohne Pessimismus verstehen
Alles ist leidvoll – sogar die schönen Dinge? Yoga Sutra II.15 sagt tatsächlich, dass für einen Menschen mit Unterscheidungsfähigkeit alles bedingte Erleben mit Leiden verbunden ist. Das bedeutet weder, dass Freude falsch wäre, noch dass das Leben abgewertet werden müsste. Patanjali fragt radikaler: Was kann uns wirklich dauerhaft erfüllen, wenn sich alles, was wir erleben, verändert? Die Antwort führt über Nichtanhaften und Zufriedenheit bis zum klassischen Befreiungsziel des Yoga.
Beitrag lesen: Duhkha im Yoga: Ist wirklich alles leidvoll?
Brahmacharya im Alltag: Maß finden und Energie klug führen
Du möchtest abends noch meditieren. Doch erst kommt eine Nachricht, dann ein Video, dann die Suche nach etwas, das den Tag angenehm abschließt. Als du dich schließlich hinsetzt, kreisen die Gedanken weiter. Brahmacharya berührt die Frage, die darin sichtbar wird: Worauf richtest du dein Begehren, deine Aufmerksamkeit und deine verfügbaren Kräfte? In klassischen Yogakommentaren meint Brahmacharya vor allem sexuelle Enthaltsamkeit. Der Begriff besitzt zugleich weitere religiöse und spirituelle Bedeutungen. Für den …
Beitrag lesen: Brahmacharya im Alltag: Bedeutung, Maß und Enthaltsamkeit
Aparigraha im Alltag: Festhalten erkennen und freier handeln
Eine Aufgabe ist abgesprochen und übergeben. Trotzdem schaust du immer wieder nach, ob sie auch genau so erledigt wird, wie du es machen würdest. Vielleicht passiert Ähnliches beim Einkaufen oder in Gesprächen: Du möchtest etwas unbedingt haben, eine bestimmte Wirkung erzielen oder dein Bild von dir verteidigen. Was versprichst du dir davon – und wie viel Aufmerksamkeit bindet dieses Festhalten? Aparigraha gehört zu den fünf Yamas im Yoga und bezeichnet Nicht-Besitzgier beziehungsweise Nicht-Aneignung. Für den …
Beitrag lesen: Aparigraha im Alltag: Festhalten erkennen und loslassen